Diversitätstsensitive Psychotherapie bei intellektueller Beeinträchtigung
DOI:
https://doi.org/10.15136/2026.13.1.1-14Abstract
Kurzzusammenfassung
„Das Unbewusste ist nicht behindert“ – auch nicht bei intellektueller Beeinträchtigung oder fehlender Verbalisierung. Welche Annahmen ermöglichen es psychodynamisch arbeitenden Psychotherapeut*innen, insbesondere mit den Werkzeugen der Individualpsychologie, die spezifischen Krankheitsmuster (Diagnostik) zu verstehen, Hypothesen für einen Behandlungsansatz (Ziele/Prognose) aufzustellen und einen geeigneten Rahmen einschließlich „Sprache“, Interventions- und Interpretationstechniken zu wählen? Musiktherapie ist hier ein sehr hilfreicher Ansatz. Anhand von Fallvignetten und Therapieprozessen werden theoretische Grundlagen vermittelt sowie Verfahren und Techniken zur Beziehungsaufnahme vorstellt.
Ein Blick auf die Gesundheitslandschaft zeigt, dass es kaum Behandlungsplätze und praktisch keine Ausbildungsprogramme in Psychotherapie für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und eingeschränkten sprachlichen Fähigkeiten gibt. Ausgehend von dieser Tatsache werden mögliche Ursachen für diese Situation, die als Diskriminierung angesehen werden kann, kritisch analysiert. Abschließend werden die Anforderungen der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen aufgezeigt.
Schlüsselworte: Diversitätssensitive Psychotherapie, Intellektuelle Beeinträchtigung, Verbalisierungsschwäche -Psychodynamische Musiktherapie, Individualpsychologie, Minderwertigkeitsgefühl, kindsmörderisches Introjekt, UN-Konvention Rechte von Menschen mit Behinderungen
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